Orthopädie

 

Schulter-Erkrankungen

Schulter-Operationen können arthroskopisch oder als offene Schnitt-Operation durchgeführt werden. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile werden in den meisten Fällen offene Operationen bevorzugt. Wenn sie entsprechend sorgfältig geplant und von geübten Händen durchgeführt wird, ist sie dank moderner OP-Technik ein sicheres Verfahren mit gutem funktionellen und kosmetischen Ergebnis. Der apparative Aufwand beim arthroskopischen Verfahren und die verlängerte OP–Dauer stehen bei den degenerativen Schultererkrankungen meist nicht im Verhältnis zum Nutzen. Mit rund 50 Operationen allein im letzten Jahr - Tendenz steigend – verfügen wir über ein gutes Erfahrungs- und Erfolgsspektrum. Für Schulter-Operationen ist in jedem Fall eine Vollnarkose erforderlich. Entscheidend für den guten Erfolg nach einer Schulter-Operation ist vor allem die intensive Mitarbeit der Patienten und eine ausgefeilte Krankengymnastik.

 

Degenerative Schultererkrankungen sind

  • Schulterenge-Syndrom
  • (Impingement) Kalkschulter
  • Rotatorenmanschettenriss

       

Schulterenge-Syndrom
Das Impingement tritt nach entsprechend sportlicher oder beruflicher Belastung mit „Überarm-Aktivitäten“ in der Regel nach dem 55. Lebensjahr auf, zahlen- mäßig sind Männer und Frauen zu gleichen Teilen betroffen. Auftretende Schmerzen sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, neben unerträglichen Schmerzen drohen Bewegungs-einschränkungen bis hin zu Schultersteife. Was ist ein „Impingement“? Damit wird eine Enge bezeichnet zwischen dem Oberarmkopf, den Sehnenansätzen und dem Schulterdach. Wenn es in diesem natur- gemäß engen Raum noch enger wird kommt es zu chronischen Reizungen, zu Schmerzen und Bewe- gungseinschränkungen. Im frühen Stadium können konservative Therapiemaßnahmen wie Kältebe-handlung, Elektrotherapie, Krankengym-nastik, Tabletten, Salben oder entzündungs-hemmende Spritzen hilfreich sein. Doch letztlich geht es darum, Platz unter dem Schulterdach zu schaffen. Das kann durch offene Operationen oder durch arthros-kopische Eingriffe geschehen. Der entzündete, verklebte Schleimbeutel unter dem Schulterdach z.B. wird dann entfernt oder „weggefräst“, ein zu enges Band am Oberarmkopf wird durchtrennt.  Auch hier beseitigt die Operation die Ursachen und unterbricht die Schmerzweiterleitung. Man kann davon ausgehen, dass nach einer Woche Ruhig-stellung und Krankengymnastik der Schmerz für immer weg ist.

 

Kalkschulter
Als Reaktion auf eine anhaltende Reizung im Rahmen eines Engpass-Syndroms in der Schulter kann sich eine „Kalkschulter“ bilden, die den ohnehin schon engen Raum noch enger macht. Das führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die nur operativ zu beseitigen sind. Über einen etwa 2 cm kleinen Schnitt können im Rahmen einer Operation die Kalkdepots in der Rotatoren-manschette „ausge-räumt“ werden. Damit ist die Ursache behoben, Schmerz und Bewegungs-einschränkungen verschwinden nach einigen Wochen. Doch sollte man bedenken: die Defekte in der Schulter entstehen oft über Jahrzehnte, so sollten Therapeuten und Patienten beim Heilungsprozess und Muskelaufbau Geduld mitbringen. Dennoch hat sich im Laufe der letzten Jahre dank besserer Diagnostik und modernen Behandlungs-möglichkeiten der Schulterschmerz vom ausge-lieferten Schicksal in einer behandelbare Erkrankung verwandelt

 

Die Rotatorenmanschette ist eine Muskelgruppe, die das Oberarmgelenk in der sehr flachen Gelenkpfanne des Schulterblatts hält. Die extreme Beweglichkeit des Gelenkes bedingt gleichzeitig eine potentielle Instabilität, weshalb die Gefahr von Verrenkungen, „Auskugeln“ und Bänderrissen, in höherem Alter auch von Brüchen besonders stark ist, besonderes nach Stürzen. Beim Rotatorenmanschetten- riss sind die Sehnen und Muskeln im Schulterbereich geschädigt oder gar gerissen und müssen genäht werden. Das kann durch eine offene Operation oder durch einen arthroskopischen Eingriff geschehen. Beide Methoden beseitigen die Ursache und hemmen gleichzeitig die Schmerzweiterleitung. Darum ist nach einer Woche Ruhig-stellung und einer Übungsphase der Schmerz weg - für immer!

 

 

Fuss

 

Hallux Valgus

Bei der Operation des Hallux Valgus haben sich in den letzten Jahren zunehmend die gelenkerhaltenden Eingriffe durchgesetzt. Die rein resezierenden Eingriffe werden nur noch in Ausnahmefällen durchgeführt. Mit dieser anspruchsvolleren Operationstechnik konnten auch die funktionellen Ergebnisse deutlich verbessert werden.
 

 

 

Diabetischer Fuß

Besonderes Augenmerk wurde in den letzten Jahren auf die Versorgung des „Diabetischen Fußes“ gelenkt. Hier können durch sparsamste Operations- und modernste Verbandtechnik (vakuumbehandelt) weit reichende Amputationen meist vermieden werden.

 

 

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  Prof. Dr. med Ulrich Finke | ulrichfinke@t-online.de